Unter britischer Kontrolle• Ägyptische Expedition 1798-1802 Die Herrschaft der Osmane wurde erst mit der ersten Landung des französischen Expeditionskorps unter Napoleon 1798 beendet. Der albanische Offizier Muhammad Ali nutze die Situation zur Ergreifung der Macht (1805-1849), nachdem nach dem Seesieg des britischen Admirals Nelson bei Abukir im selben Jahr die Franzosen ihren Orientfeldzug abbrechen mussten. Eine gewisse Selbstständigkeit konnte durch ihn und seine Nachfolger unter türkischer Oberherrschaft errungen werden. Sie betrieben außerdem eine expansive Politik und leiteten die Geschichte des modernen Ägyptens ein. Ausländische Anleihen machte der Bau des Sueskanals abhängig (1859-1869), so dass die von Großbritannien und Frankreich eingerichtete Staatsschuldenverwaltung zur eigentlichen Regierung des Landes wurde. Großbritannien erwarb die ägyptischen Kanalaktien, um den Verbindungsweg nach Indien zu sichern. Außerdem besetzte Großbritannien 1882 das Land und machte es 1914 formell zu einem Protektorat. Ägypten wurde 1922 unter Fuad I. ein schon weitgehend selbstständiges Königreich. Nach dessen Tod 1936 erhielt das Land die Souveränität. Ägypten wurde im Zweiten Weltkrieg zum Schlachtfeld der deutschen und italienischen Armeen unter Erwin Rommel und den Briten unter Bernard Montgomery. Bis 1946 blieben die britischen Truppen im Land. |