LandwirtschaftRund 3% Ägyptens ist landwirtschaftliche Nutzfläche. Sie ist auf das Niltal und das Nildelta sowie einige Oasen begrenzt. Das Land wird von den Bauern (Fellachen) mit teilweise jahrtausendealten Anbau- und Bewässerungsmethoden bewirtschaftet. Der landwirtschaftliche Anbau hat sich von einer Subsistenz- zu einer Exportorientierung gewandelt. Dadurch werden relativ betrachtet weniger landestypische Nahrungsmittel wie Hirse, Saubohnen und Kohl geerntet. Große Mengen müssen importiert werden, um die stark wachsende Bevölkerung zu ernähren. Zum Beispiel wurde 1980 über 5 Mio. Tonnen Weizen aus dem Ausland eingeführt bzw. dreimal soviel, wie in Ägypten selbst angebaut wurde. Ägypten ist bis auf die bereits genutzten Flächen für die Landwirtschaft kaum bis gar nicht nutzbar (da sie sehr arid sind und er Assuan-Staudamm zur künstlichen Bewässerung kaum ausreicht und kaum Wasserquellen für eine künstliche Bewässerung vorhanden sind) , so dass sich dieses Problem auch nicht so schnell beenden lassen wird. Durch den Assuan-Staudamm existiert die Überflutung des Nil fast nicht mehr und somit die Ernten bzw. Ernteflächen kleiner und wegen fehlendem Nilschlamm unfruchtbarer wurden. Jedoch kann nun mehrmals im Jahr geerntet werden. Teile der ägyptischen Wüste westlich des Nil werden jedoch zurzeit im Rahmen des Toshka-Projekts für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Baumwolle ist das traditionell bedeutendste Produkt. Angebaut werden aber auch Zuckerrohr, Mais, Reis, Weizen, Hirse, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Aus Mangel an Dauergrünland ist die Viehhaltung auf Futtermittelanbau angewiesen. Schafe und Ziegen dienen der Fleisch- und Milchgewinnung und Rinder und Büffel als Last- und Arbeitstiere. |