Ägyptens KlimaÄgypten hat sehr wenige Niederschläge mit beträchtlichen saisonalen und täglichen Temperaturschwankungen, da das Land innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels liegt. Lediglich im nördlichen Küstenstreifen und dem Nildelta gibt es Winterniederschläge zwischen 100 und mm mediterran. Südlich von Kairo dagegen regnet es äußerst selten. Es lassen sich fünf detailliertere Klimagebiete dank der Größe des Landes beschreiben: Milde Winter und sehr warme Sommer zeichnen die etwa 700 km lange Mittelmeerküste und das Nildelta aus. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen bewegen sich im Winter bei 17-20°C. In der Nacht hingegen fallen sie auf etwa 8-11°C. Dafür gibt es bis zu 200 mm bedeutenden Niederschlag für ägyptische Verhältnisse. Das entspricht rund 30 Regentagen im Jahr in der Region um Alexandria, fast alle davon immer Winter. Warm und trocken ist es dafür im Frühjahr sowie im Herbst. Die heißesten Temperaturen wurden im Frühjahr gemessen und nicht im Hochsommer (42-45°C). Im Sommer wird es sehr warm mit Tageswerten von 28-32°C sowie 19-24°C in der Nacht. Das untere Niltal ist ebenfalls von milden Wintern geprägt. Es lässt sich grob als von Kairo bis Asyut reichend einteilen. Die Sommer sind heißer als im Nildelta und an der Mittelmeerküste. Zusätzlich gibt es ganzjährig kaum Niederschlag (5-30 mm). Die Luftfeuchtigkeit beträgt 40-60% und ist merklich geringer. Die Quecksilbersäule klettert an Wintertagen meist auf 18-22°C. In den Nächten fällt sie auf kältere Werte an der Küste (4-9°C). Es ist durch große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sogar Morgenfrost möglich. Das Frühjahr und der Herbst sind kürzer und wärmer als an der Küste. Die Sommer länger und heißer mit Temperaturen von 34-37°C am Tag und 20-22°C in der Nacht. Die Spitzenwerte betragen bis zu 48°C. Die klimatischen Eigenschaften werden vom oberen Niltal mit den östlich und vor allem westlich davon gelegenen Wüstengebieten und Oasen geteilt. Die Winter mit 19-22°C sind ebenfalls mild mit kühlen Nächten (5-10°C). Die Sommer, die heiß und staubtrocken sind, sind lang (Ende April bis Ende Oktober), wohingegen das Frühjahr und der Herbst sehr kurz und warm sind. Die durchschnittlichen tageswerte belaufen sich bei 38-42°C, die Nachtwerte bei 22-26°C. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 15-50% ganzjährig eher gering. Sie wird begleitet von beinahe völliger Niederschlagslosigkeit. In der Regel misst man in Städten wie Assuan, Luxor oder Dakhla 0-2 Regentage jährlich. Temperaturen von über 50C können Hitzewellen bewirken. An den Küstengebieten am Roten Meer gibt es milde bis warme Winter mit sehr moderaten Temperaturen. Dort sind selten unter 20°C am Tag und 10-13°C in der Nacht. Die Sommer sind sehr warm bis heiß und extrem trocken, wohingegen das Frühjahr und der Herbst ziemlich warm sind. Am Tag erwartet man 34-38°C. Gelegentlich gibt es auch Hitzeperioden von über 40°C. Nachts sinken die Werte meist nicht unter 25°C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt das ganze Jahr über 30-55%. Niederschlag ist so gut wie keiner vorhanden (0-3 Tage). Die Meerestemperatur beträgt ganzjährig rund 20-29°C. Eine Besonderheit in Ägypten stellt das Sinai-Gebirge klimatisch gesehen dar: Winter fallen durch seine höheren Lagen sehr kühl aus (12-15°C am Tag sowie 0-5°C in der Nacht). Dementsprechend sind das Frühjahr und der Herbst etwas länger. Sie Sommer sind trotzdem sehr warm. Tagsüber klettert das Thermometer meist auf 32°C. In den Nächten wird es aber kühl mit 15-18°C. Es gibt wenig Niederschlag (1-3 Regentage jährlich) und eine geringe Luftfeuchtigkeit (20-40%). |