Aufstieg einer Hochkultur
Um 3000 v. Chr. Begann die Hochkultur Ägyptens mit der Schaffung eines Königreiches durch die Vereinigung von Ober- und Unterägypten unter dem legendären Pharao Menes. Dieser soll in Memphis residiert haben. Die Pharaonenzeit ist in 30 Dynastien eingeteilt und geht auf den ägyptischen Priester Manetho zurück. Dieser hat im 3. Jahrhundert v. Chr. Eine ägyptische Geschichte geschrieben.
Das Alte Reich entstand mit der dritten Dynastie. In diesem Reich formten sich Staat, Gesellschaft, Kunst und Religion aus. Der als Verkörperung des Himmelsgottes verehrte König herrschte autokratisch über alle 42 Gaue seines Landes. Das Reichsgebiet dehnte sich unter dem Pharao Djoser (um 2610-2590) und den Herrschern der vierten und fünften Dynastie bis südlich von Assuan an. Pharaonen wurden daraufhin als Söhne des Sonnengottes Re angesehen.
Erst einem Gaufürstengeschlecht aus dem Süden unter Mentuhotep I. (2061-2010) gelang es nach dem Zerfall des Alten Reiches, die Länder im Mittleren Reich (11. bis 14. Dynastie) wieder zu einigen. Theben mit den Tempelstätten Karnak und Luxor wurde als neue Hauptstadt gegründet. Die Residenz lag bald jedoch wieder im Norden. Die aus Asien stammenden Hyksos rissen um 1650 die Herrschaft über Ägypten an sich. Pferde und Streitwagen wurden ins Land gebracht und damit eine neue Art der Kriegstechnik.
Um 1550 v. Chr. gelang es Fürst Kamose und seinem Bruder Amosis I., das fremde Joch abzuschütteln und wiederum in Theben das Neue Reich (18. bis 20. Dynastie) zu gründen. Es erstreckte sich unter Amenophis I. und Thutmosis I. bis nach Nubien und zum Euphrat. Thutmosis III. unternahm nach der Herrschaft der „Friedensfürstin“ Hatschepsut (1490-1468) Feldzüge nach Syrien und Palästina. Er festigte das ägyptische Großreich, das sich vom Orontes in Syrien bis zum bierten Katarakt des Nil erstreckte. Die Expansion kam unter König Amenophis IV. (1364-1347) zum Erliegen. Er löste durch die Erhebung des Sonnengottes Aton zum alleinigen Gott eine geistige Revolution aus und kümmerte sich vorwiegend um religiöse Fragen. Er regierte unter dem Namen Echnaton zusammen mit seiner Gattin Nofretete das Reich von der neu gegründeten Residenz Tell el-Amarna aus. Der Monotheismus wurde jedoch zugunsten einer Dreiheit des göttlichen prinzips von seinem Nachfolger Tutenchamun (1347-1338) wieder abgeschafft. Das Neue Reich erlebte unter Ramses II. (1290-1224) noch einmal eine Blütenzeit. Um 1200 brachten jedoch die Völkerbewegungen eine neue Gefahr für Ägypten, das von den Hethitern, den Libyern und von Seevölkern aus dem Norden bedroht wurde. Ein Rascher Niedergang setzte nach dem Tod von Ramses III. (1184-1153) ein. Unter fremden Machthabern löste sich Ägypten in eine Vielzahl von Einzelherrschaften auf.
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